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Karl Newedel „Apfel, Zwetschge & Holunder“ Rezension

Karl Newedel „Apfel, Zwetschge & Holunder“ Rezension

Karl Newedel "Apfel, Zwetschge & Holunder", Bassermann Inspiration 2012, 76 Seiten, 9,99€

Karl Newedel ist ein erfolgreicher Kochbuchautor, der schon einige Back-und Kochbücher in der Reihe Bassermann Inspiration herausgebracht hat. Sein Buch „Apfel, Zwetschge und Holunder“ liegt schon fast ein ganzes Jahr hier, da ich auf die Zwetschgen und den Holunder warten wollte. Und je mehr die Zeit verging, desto schwerer lag es mir im Magen. Denn schon als es hier ankam, war ich etwas enttäuscht. 

Das Design sprach mich gar nicht an. Die Rezeptauswahl fand ich nicht besonders beeindruckend. Eher alltägliche, normale Rezepte, von denen ich schon einige kannte. Das Buch ist, wie man dem Titel nach folgern kann, in die Bereiche „Apfelrezepte“, u. a. mit bekannten wie Tarte Tatin, Apfelstrudel oder Apfeltarte, „Zwetschgenrezepte“ mit Zwetschgenmus, Zwetschgenrohrnudeln oder Zwetschgenknödel mit Zimtstreuseln und „Holunderrezepte“ mit Holundersuppe mit Schnee-Eiern oder Holunderdatschi mit Streuseln eingeteilt. Als etwas Besonderes stachen mir jedoch die mit Hackfleisch gefüllten Äpfel, die Marzipantörtchen und die Holunder-Birnen-Grütze ins Auge.

Die letzten beiden Rezepte habe ich nun nachgebacken und nachgekocht. Die gefüllten Äpfel werden sicher im Herbst an einem kalten Tag auf dem Speiseplan stehen. 

Die Marzipantörtchen gelangen leicht, sind mir aber etwas zu trocken geworden. Wir haben Zwetschgen-Kompott dazu gereicht und das hat sie gerettet. So haben sie uns ganz wunderbar geschmeckt. Sie passen gut in die Weihnachtszeit (mit eingefrorenen Zwetschgen sicher gut machbar). 

Von der Holunder-Birnen-Grütze waren wir hellauf begeistert. Ein besonderer und feiner Geschmack. Nicht zu süß und durch den Holunder und den Rotwein feinherb im Geschmack. Perfekt! Super Rezept! 

Die Food-Fotografie beherrscht der Autor ganz perfekt. Für mich zu perfekt. Alles korrekt ausgeleuchtet. Perfekter Set-Aufbau. Teilweise verwendet er nostalgische Dekorationen, was ich sehr schön finde, welche sich aber teilweise mehrmals in verschiedenen Bildern wiederfinden – was für mich in einem Kochbuch nicht sein darf.

Die Gestaltung des Kochbuchs gefällt mir weniger. Das Design arbeitet mit freigestellten Lebensmitteln sowie mit riesigen Buchstaben einer krakeligen Schreibschrift, in denen auch noch Farbverläufe sind. Insgesamt wirkt das Design nicht zeitgemäß.

 

Fazit: Ein Buch, das man nicht unbedingt haben muss, wenn man Ahnung vom Kochen und Backen hat, da man u.a. als kreativer und guter Koch von selbst darauf kommen kann, aus Zwetschgendatschi einen Holunderdatschi machen zu können. Ich werde das kostenlose Rezensionsexemplar aber dennoch nicht weiterverschenken. Ich möchte ja noch die gefüllten Äpfel nachkochen. 

Hier geht es zu den Rezepten: Marzipantörtchen und Holunder-Birnen-Grütze.

Elisabeth v.Pölnitz-Eisfeld

Ich heiße Elisabeth v. Pölnitz-Eisfeld, lebe und arbeite in Bayreuth, bin verheiratet und habe drei Töchter. Ich habe in Bochum am "Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie" Foto-Design studiert.

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