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Verführerisches „Zypern“, Eine Kulinarische Reise : Rezension

Verführerisches „Zypern“, eine kulinarische Reise : Rezension

Marianne Salentin-Träger (Hrsg.), Verführerisches Zypern. Eine kulinarische Reise, Callwey Verlag: München 2014, 320 Seiten, 39,95 €.

Mein Interesse an diesem Buch war geweckt, als ich sein verführerisches Coverfoto von einem Honigeis-Parfait auf der Website des Callwey Verlags entdeckte. Es handelt sich hier um kein gewöhnliches Kochbuch, sondern vielmehr um einen Ausflug nach Zypern mit zahlreichen Geschichten und Fotos von Land und Leuten, aber natürlich auch mit vielen Rezepten. „Verführerisches Zypern“ ist ein kulinarischer Reiseführer. Sowohl die ganzseitige Food- als auch die Reisefotografie sind von einer frischen Leichtigkeit geprägt, die die Atmosphäre von Zypern wunderbar widerspiegelt. Gefreut hätte ich mich allerdings über mehr Bildunterschriften, die mir erklären würden, wer oder was hier zu sehen ist. Wo ist der Hirtenjunge auf Seite 126 fotografiert? In welcher Kirche steht der Altar auf Seite 268?

Das Buch ist in fünf verschiedene Regionen der Insel aufgeteilt. Den Anfang macht das Kapitel „Nikosia“, das auch die Region rund um diese Metropole umfasst. Die leichtfüssige und anschauliche Schilderung des Landes versetzen mich sofort nach Zypern. Es ist, als säße man mit dem Autorenteam im Auto und schaue aus dem Fenster, als stehe man selbst vor dem Geschäft des Stühlemachers Yiannos Phylactou oder sitze in einem „Kafenion“ auf einen Mokka und sehe den Einheimischen bei einem Backgammon-Spiel zu. Im zweiten Kapitel geht die Fahrt weiter in das Troodos-Gebirge mit seinen Klöstern, Scheunenkirchen und weit verstreuten Weindörfern. Wir begegnen unter anderem der Familie von Chrystostomos Kafkalia, der „Fleisch-Familie“. Spezialisten für Räucherfleisch von Schwein und Ziege, dass sie sogar exportieren. Hier habe ich aus vielen köstlichen Rezepten den Apfel-Käsekuchen (Seite 121) zum Nachbacken ausgewählt. Im dritten Kapitel geht es wieder hinunter zum Meer, in die Region um die Stadt Pafos. Geschichten um Fischzucht, Käseproduktion und Brotbacken werden begleitet von Fotografien, die mir Lust auf Zypern machen. Ich habe mich hier für die gefüllten Weinblätter (Seite 204) entschieden. Im vierten Kapitel reisen wir weiter in die Region um Limassol, eine Stadt am Meer, in der Moderne und Geschichte eine spannende Verbindung eingehen. Der englische König Richard Löwenherz heiratete hier im 12. Jahrhundert Berengaria von Navarra. Auf unserer Reise kommen wir schließlich zum fünften und letzen Kapitel, der Region um die Stadt Larnaka im Osten Zyperns. Der Philosoph Zenon von Kition, Begründer der Stoa, wurde hier im 4. Jahrhundert vor Christus geboren (Larnaka auf Zypern hieß in der Antike Kition).

Doch nun zu meinem ersten Test-Rezept, dem Apfel-Käsekuchen. Die Herstellung des saftigen Apfelkuchens war gar kein Problem. Neu war für mich der Karamellspiegel, der auf den Boden der Form gegossen wurde und den Kuchen nach dem Stürzen sehr saftig machte. Hier gehts es zum Rezept: Apfel-Käsekuchen.
Jetzt zum zweiten Rezept, den gefüllten Weinblättern, die man am besten beim türkischen Lebensmittelhändler bekommt. Die Füllung war schnell gemacht, auch waren sie zügig gefüllt und überbacken. Wir haben sie lauwarm mit Baguette an einem heißen Sommerabend gegessen. Ja! Es schmeckte wie beim Griechen! Hier geht es zum Rezept: gefüllte Weinblätter.

Fazit: Mit diesem Buch steht Zypern definitiv auf unserer Urlaubsliste ganz oben.

Elisabeth v.Pölnitz-Eisfeld

Ich heiße Elisabeth v. Pölnitz-Eisfeld, lebe und arbeite in Bayreuth, bin verheiratet und habe drei Töchter. Ich habe in Bochum am "Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie" Foto-Design studiert.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. […] Saftiger Apfel-Käsekuchen (aus der Zypern-Rezension)(auslaufsichere Springform mit 25 cm Ø)  200 g Zucker500 g Äpfel500 g Anari-Käse (Anari ist ein Frischkäse aus Zypern ‒ ich habe normalen Frischkäse genommen)50 g Puderzucker3 Eier1 TL Zimt1 Pck. Vanillezucker20 g Stärke Die 200 g Zucker in einem Topf karamellisieren. Karamell in die Springform gießen und erkalten lassen. Bitte vorher testen, ob die Form auch dicht ist, sonst mit Alufolie umkleiden oder einfach eine geschlossene Form nehmen. Ofen auf 180 Grad vorheizen.Die Äpfel schälen, in Spalten schneiden und überlappend auf das feste Karamell schichten.Den Frischkäse mit Puderzucker, Zimt, Vanillezucker und den Eiern verrühren. Die 20 g Stärke mit etwas Milch glatt rühren und ebenfalls zur Frischkäsemasse geben. Die Masse über die Äpfel streichen und im Ofen ca. 30‒40 Minuten goldbraun backen. Den Apfel-Käsekuchen vollständig abkühlen lassen. Erst dann aus der Form stürzen.Ich habe vorher etwas von dem flüssigen Karamell abgegossen.Hier geht es zur Rezension: "Verführerisches Zypern – eine kulinarische Reise" […]

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