skip to Main Content
Cynthia Barcomis „Cookies“ Rezension

Cynthia Barcomis „Cookies“ Rezension

Cynthia Barcomi, Cookies, Mosaik-Verlag, München 2015, 160 Seiten, 17,99 €.

„Cookies“ ist Cyntha Barcomis fünftes Buch. Sie betreibt in Berlin-Kreuzberg eine Kaffeerösterei und ein Deli in Berlin-Mitte: das „Barcomi`s“. Da die Autorin aus Amerika stammt, haben alle ihre Rezepte nicht nur einen deutschen, sondern auch einen englischen Titel.
Das Buch ist in acht verschiedene Kapitel eingeteilt: Mit den Rezepten in „Free Form and Drop Cookies“ können sie „sofort losbacken“, so die Autorin. Schnelle Rezepte ohne Hilfsmittel. In „Coffee and Tea Cookies“ geht es um Plätzchen, die immer frisch gebacken werden müssen. Hier findet sich auch der „Mock Puff Pastry“, der „Blitzblätterteig“, den ich für eines meiner Test-Rezepte ausgewählt habe, die etwas aufwendigen „Palmiers“ oder Schweineohren (Seite 45).
Bei „Refrigerator Cookies“ handelt es sich, wie der Name schon sagt, um Kühlschrank-Cookies. Der Teig für diese Kekse muss ordentlich gekühlt werden. Er hält sich allerdings auch tagelang im Kühlschrank und gibt so die Gelegenheit, schnell ein paar Kekse zu backen. Das Kapitel „Glutenfree Cookies“ macht alle Cookie-Liebhaber glücklich, die kein Gluten vertragen. Cynthia Barcomi verwendet hier vor allem besondere Mehlsorten wie Reismehl, Maronenmehl oder Maismehl.
Der Abschnitt „Bar Cookies“ oder Cookie-Schnitten umfasst weniger Plätzchen als vielmehr größeres Backwerk wie Riegel, Schnitten oder gar Brownies. Eigentlich schon kleine Kuchen. Hier habe ich die überaus köstlichen „Oatmeal Bars with Pflaumenmus“ von Seite 90 als Testrezept ausgewählt. Sie reichten leider nur bis zum nächsten Tag, so lecker waren sie! Im hinteren Teil ihres Buches finden sich die Kapitel „X-mas Cookies“, Weihnachtsplätzchen, „Savory Cookies“, die herzhafte Cookie-Welt (hier testeten wir die Apple Walnut and Blue Cheese Bites von Seite 118), sowie „International Cookies“, wo uns die Autorin in die internationale Welt der Biscotti, Hammantaschen, Katzenzungen oder Madeleines entführt.
Diesmal fiel mir die Auswahl der Testrezepte nicht leicht, da alle Kekse auf den Fotos wirklich geschmackvoll und lecker aussehen. So viele köstliche Cookie-Ideen! Bei diesem Test-Backen hatte ich Besuch von meiner großen Tochter Clara und somit auch gleich eine Hilfe in der Küche — und beim Probieren. Am ersten Abend starteten wir mit den „Apple Walnut and Blue Cheese Bites“. Die Herstellung war einfach. Sie hat uns ganz stark an die Zubereitung von Scones erinnert. Durch den Käsegeschmack (wir haben Gorgonzola verwendet) passten sie hervorragend zur Suppe und zum Wein. Sie sind nur etwas kleiner und flacher als Scones. Ich werde diese „Cheese Bites“ ganz sicher noch einmal backen und dann mit verschiedenen Käsesorten und Gewürzen experimentieren. Bereits am nächsten Morgen begannen wir mit der Zubereitung der „Oatmeal Bars with Pflaumenmus“. Wir haben es auch geschafft, sie bis zum Mittagessen fertig zu bekommen — inclusive Fotoshooting. Sie sind ganz einfach herzustellen. Kurz nach dem Backen waren sie etwas bröselig, am nächsten Tag, nachdem sie etwas gezogen hatten, allerdings nicht mehr. Da waren sie fester in der Form und schmeckten immer noch sehr gut. Sie eignen sich auch hervorragend für die „Brotzeitbox“, als süße Zugabe zum Pausenbrot. Den krönenden Abschluss unserer Testserie bildeten die „Palmiers“ oder Schweineohren aus dem „Blitzblätterteig“ von Seite 44. Der Blitzblätterteig war allerdings nicht blitzschnell fertig, da der Teig am Tag zuvor hergestellt werden musste, damit er sich im Kühlschrank ausruhen konnte. Danach ließ er sich perfekt verarbeiten. Um daraus nun die „Schweineohren“ zu backen, musste der Teig immer wieder gezuckert und gefaltet werden, begleitet von Ruhephasen im Kühlschrank. Doch die Mühe lohnt sich! Das Resultat war ansehnlich (wenn auch nicht so perfekt wie auf dem Foto im Buch) und schmeckte zum Dahinschmelzen gut! Da ich für dieses Rezept nur die Hälfte meines „Blitzblätterteiges“ verbraucht habe, werde ich demnächst noch die „Jam Kisses“ von Seite 47 backen (nächste Woche hier auf dem Blog).
Fazit: Ein tolles neues Plätzchen-Backbuch. Der Kauf lohnt sich. Das Buch unterscheidet sich durch neue, kreative Cookie-Ideen von herkömmlichen Backbüchern. Das Food-Styling und die Fotos sind atmosphärisch und kreativ. Immer passend zur Art der Cookies. Portraits von Cynthia Barcomi finden sich überall in dem Buch, so dass man das Gefühl bekommt, von ihr persönlich bei der Lektüre der Rezepte begleitet zu werden, zu denen sie fast immer noch eine kleine Geschichte vorangestellt hat.

Elisabeth v.Pölnitz-Eisfeld

Ich heiße Elisabeth v. Pölnitz-Eisfeld, lebe und arbeite in Bayreuth, bin verheiratet und habe drei Töchter. Ich habe in Bochum am "Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie" Foto-Design studiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top
×Close search
Suche