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Türkischer Joghurtkuchen „Yoghurt tatlisi“

Heute kommen wir zum 3. Teil der Gewürzserie, die in Zusammenarbeit mit Rafiye Jainz („Das Würzhaus“ in Bayreuth) entstanden ist. Heute geht es um die
Tonkabohne:

Allgemeines:
Die Tonkabohne ist der Samen des Tonkabaumes. Sie enthält den Pflanzenstoff Cumarin, der sich z.B. auch im Waldmeister und in Zimt findet. Bei zu hoher Dosis kann die Tonkabohne berauschend und giftig sein!
Ihr Herkunftsgebiet ist vor allem das nördliche Südamerika (Guayana, Orinoko-Quellgebiet).
Hauptproduktionsländer sind Venezuela, aber auch Nigeria.
Aroma:
Bittermandel, Vanille
Verwendung:
Keks- und Kuchenteig 
Süßspeisen, die auf Kokos-, Walnüssen oder Mohn basieren.
Pfannkuchen oder Waffeln
Obstsalate (vor allem Erdbeersalat)
Smoothies
Tomatensauce
Meeresfrüchte, Fisch
Fleisch

Verwendungsbeispiel:
Türkischer Joghurtkuchen oder „Yogurt tatlisi“

Sirup:
650 ml Wasser
100 ml Espresso
400 g Zucker
1/2 Zitrone
1 ausgekratzte Vanillestange

Rührteig:
120 g Butter
500 g Joghurt
200 g Zucker
1/2 abgeriebene Tonkabohne
4 Eier
500 g Hartweizengrieß
1 Pck. Backpulver
Puderzucker und/oder Vanillejoghurt

Für den Sirup den Zucker und das Wasser in einen Topf geben. Die Vanillestange hineinlegen und alles 30‒40 Minuten einkochen. Espresso und Zitronensaft zugeben und nochmals 15‒20 Minuten kochen/reduzieren lassen, bis ein Sirup entsteht. Abkühlen lassen.
Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine flache Auflauf- oder Backform (28 x 22 cm) fetten und mit Backpapier auskleiden.
Butter schmelzen und wieder abkühlen lassen. Joghurt, Zucker, 1/2 abgeriebene Tonkabohne und die Eier mit dem Mixer aufschlagen. Die flüssige Butter zugeben. Grieß mit Backpulver mischen und zugeben. Alles in die Backform geben und glatt streichen.
Im Ofen 40‒45 Minuten backen. Es entsteht eine feste, goldbraune Kruste.
Den Kuchen noch warm in Rauten schneiden und mit dem Sirup tränken. Über Nacht ziehen lassen. Mit Puderzucker bestreuen und nach Geschmack Vanillejoghurt dazu servieren.
Nächste Woche wird es salzig...

Elisabeth v.Pölnitz-Eisfeld

Ich heiße Elisabeth v. Pölnitz-Eisfeld, lebe und arbeite in Bayreuth, bin verheiratet und habe drei Töchter. Ich habe in Bochum am "Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie" Foto-Design studiert.

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