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Osmanische Baiser-Wolken „Osmanlinin kirmizi bulutlari“

Und weiter geht es heute mit der Gewürzserie, die ich zusammen mit Rafiye Jainz
„Das Würzhaus“ in Bayreuth entworfen habe. Heute geht es um rosa Pfefferbeeren.

- Rosa Pfefferbeeren  (Schinusbeeren)
- kein Pfeffer, sondern Früchte des brasilianischen Pfefferbaums
- gehört zu den Sumach–Gewächsen
- Herkunft ist die tropische brasilianische Grenzregion zu Paraguay und Argentinien
-duftet nach Wacholder, Baumharz, Hölzern und auch nach Meersalz
- sinnlicher, warmer Duft, der an Kiefern, Zedernholz erinnert, an getrocknete Zitronenschale
- eignen sich für Süßes, Schokoladendesserts und Pikantes
- schöne Farbtupfer für Gewürzöl ( zum Marinieren von Schafskäse)
- harmoniert sehr gut mit exotischen Früchten
 Tipp: rosa Pfefferbeeren mit Vanilleeis

Osmanische Baiser-Wolken oder „Osmanlinin kirmizi bulutlari“

4 Eiweiß
220 g Zucker
1 TL Stärke
1/2 TL weißer Essig
1 EL rosa Pfefferbeeren
einige Tropfen rote Lebensmittelfarbe

Zartbitter-Schokolade
Himbeeren oder Brombeeren

Den Ofen auf 100 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Eiweiße steif schlagen. Langsam den Zucker, die Stärke und den Essig hinzufügen.
Die Lebensmittelfarbe zugeben, bis Wunschfarbe erreicht ist.
Mit zwei Esslöffeln sechs Nester auf das Backblech setzen. In die Mitte eine kleine Vertiefung drücken, in die später die Früchte gelegt werden können. Einige Pfefferbeeren zerstoßen und über die Nester streuen.
Im Ofen 1 Stunde trocknen lassen. Nicht den Ofen öffnen. Ofen ausschalten und nochmals eine Stunde im Ofen ruhen lassen.
Zum Servieren: die Himbeeren in die Nester verteilen, die geschmolzene Schokolade nach Geschmack darüber verteilen.

„Omi Fiede“ (97), die Großmutter des Hausherren, kommt aus Schleswig-Holstein. Sie hat früher ein ähnliches und sehr beliebtes Gebäck gebacken. Dort heißen sie Storchennester und werden - ohne dass Pfefferbeeren zum Einsatz kommen - mit Apfelkompott und geschlagener Sahne gegessen.

Nächste Woche steht dann die Tonkabohne im Mittelpunkt…

Ein ähnliches Rezept findet sich in "Granatapfel, Sumach und Zitrusduft"

Elisabeth v.Pölnitz-Eisfeld

Ich heiße Elisabeth v. Pölnitz-Eisfeld, lebe und arbeite in Bayreuth, bin verheiratet und habe drei Töchter. Ich habe in Bochum am "Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie" Foto-Design studiert.

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